Annette bloggt

Mein Weg zu mehr Fairantwortung
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We should all be feminists

11. April 2017

Am Wochenende  habe in in der aktuellen Zeit einen tollen Artikel von Jana Gioia Baurmann gelesen.

Es geht um ein weißes T-Shirt von Dior mit dem Aufdruck „we should all be feminists“. Das T-Shirt kostet 550 Euro.

Frau Baurmann schreibt: „Dior lässt seine Kleidung vor allem in Europa produzieren, so steht es auf den Etiketten, und man kann annehmen, das die meisten Arbeiter weiblich sind. Auch kann man davon ausgehen, dass für sie die Grundgedanken des Feminismus kein schicker Trend sind, sondern höchstens ein alltäglicher Wunsch.“

Ich wünsche mir, daß Frauen an die Arbeiterinnen in den Textilfabriken denken, wenn sie ein T-Shirt kaufen, egal ob von Dior, Takko oder Esprit. Ich gehe davon aus, daß es meistens eh die gleichen Arbeiterinnen sind…

Am Ende des Artikels steht: „Diejenigen, die etwas verändern wollen, müssen an ihre Grenzen gehen, sie müssen ihre Komfortzone verlassen.“

Das macht mir Mut durchzuhalten, denn, manches Gespräch über meine Einstellung zu Mode, Müllvermeidung und Fairantwortung bringt mich an meine Grenzen. Und, es gibt Tage, an denen ich keine Lust auf meine selbstgewählte Uniform habe, sie dann aber doch anziehe…

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Allgemein

Unverständniss

10. April 2017

Während meiner USA Reise hatte ich 2 interessante Gespräche zum Thema Ressourcen.

Einmal habe ich mich mit einer Kollegin zum Thema Wäsche waschen unterhalten. Und ich weiß ja, daß Amerikaner in der Regel nichts bügeln, sondern alles in den Trockner werfen und dann zusammen legen. So war das zumindest früher. Darum habe ich die Kollegin nach den Gewohnheiten gefragt und sie hat mir genau das gleiche erzählt. Ich habe dann gefragt ob sie das auch im Sommer so macht, und sie hat mir auch das bestätigt. Daraufhin wollte ich wissen, warum sie die Wäsche im Sommer nicht raushängt. Ihre Antwort: Sie hat nicht das nötige Equipment (sprich keinen Wäscheständer o.ä.). Als ich darauf erwiderte, dass dies aber ja eine riesige Verschwendung sei sagt sie: Oh, das geht eigentlich, wir zahlen nur 150$ pro Monat für Strom. Sie hatte also die Ressource die dahinter steckt gar nicht im Blick. Meinen Einwand, dass ihre Kinder vielleicht mal keinen Trockner mehr werden verwenden können, da es nicht mehr genug Kraftstoff geben wird, hat sie gar nicht nachvollziehen können.

Mit einer anderen Kollegin habe ich mich über die Uhrumstellung unterhalten. In USA heißt die Sommerzeit ja Daylight Saving Time. Sie hat mir das erklärt, und gesagt, daß sie gar nicht weiß warum das noch gemacht wird. Schließlich sei dies ja eingeführt worden um Öl in den Lampen zu sparen, aber heute werden unsere Lampen ja gar nicht mehr durch Öl betrieben…. Ihr war also nicht bewusst, daß der Strom nicht aus der Steckdose kommt, sondern durch die Verwendung irgendeines Rohstoffes gewonnen wird.

Ich hoffe, daß es in unserem relativ „grünen“ Land nicht mehr viele Leute gibt, die genauso blind sind und ihre Lebensweise so selbstverständlich nehmen!

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Müllvermeidung

Spätzle

9. April 2017

Das war gerade ein wirklich nachhaltiges Essen Ich hab tatsächlich mit dem Spätzle Shaker (den ich schon ewig habe) Spätzle gemacht. Die Eier vom Bauer in der Nähe, das Mehl Bio,  dazu gab es Bio Gemüse und eine selber gemachte Soße. Bin stolz auf mich! 🙂

 

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Was ist nachhaltig?

8. April 2017

Nützt bio dem Tierwohl? Ist regional bio? Ist plastikfrei nachhaltig? Ist bio fair? Ist bio plastikfrei? …

Wow, es ist kompliziert! Ich war gestern nachmittag eine starke Stunde bei Frau Franz im B2 (Biosupermarkt) in Rottweil. Ich hatte ihr vor einigen Wochen eine email geschrieben, da ich geschockt war, dass im Laden viele Bio Produkte in Plastik verpackt sind. Daraufhin hatte sich mich eingeladen.

Ja, es war ein offenes Gespräch auf Augenhöhe, und ich habe viel gelernt. Kann ich nachvollziehen oder gar akzeptieren, daß viele Produkte in Plastik verpackt sind? Nein!

Das Konzept von B2 mit allen Betrieben und Höfen die dahinter stehen ist bewundernswert und absolut bio und regional. Kühe die auf der Weide stehen (mit einem Bullen in der Herde, somit wird nicht künstlich befruchtet!), alte Getreidesorten die angebaut und regional gemahlen und verarbeitet werden, Hühner, bei denen die männlichen Küken nicht geschreddert werden (Schreddern ist nämlich laut Bio Standard erlaubt!), düngen der Böden über Kompost usw. Super!

Aber es gibt bei B2 natürlich auch die normalen Bio Produkte von Rapunzel usw. die in Plastik verpackt sind. Mich hat gefreut, daß Frau Franz dies auch kritisch sieht, und hier auch mit Herstellern in Kontakt ist um dies zu verändern.

Grundsätzlich existieren aber ja Produkte die nicht in Plastik verpackt sind, sondern in Papier o.ä., die es bei B2 nicht gibt, z.B. Zahnpastatabletten. Diese werden laut Frau Franz aber nicht angeboten, da sie nicht bio sind. Ist der Verzicht auf Plastik nicht automatisch nachhaltig und somit wert in einem Bio Markt vertrieben zu werden!? In meinem Kopf schon.

Der Verbraucher unterschätzt seine Macht. Diese Aussage von Frau Franz möchte ich euch ans Herz legen. Mischt euch ein! Sagt beim Einkaufen was euch stört, schreibt emails an Hersteller. Wir können etwas ändern. Du kannst etwas ändern!

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Gott hat Humor

7. April 2017

Jetzt esse ich ja seit Aschermittwoch keine Schokolade mehr. Bzw. ich esse fast keine Schokolade mehr. Also ich hab mir vorgenommen keine Schokolade mehr zu essen. Und ich esse viel weniger wie normalerweise. Aber wenn ich esse, dann mit schlechtem Gewissen.

Heute hat mich Gott mit einem Augenzwinkern dazu gezwungen mal darüber nachzudenken warum ich das überhaupt mache. Und für wen.

Und zwar war ich heute Abend bei einem christlichen Frauentreff.  Mit leckerem Essen, Vortrag, guter Gemeinschaft… Und jede Frau hat ein Schokolädle mit einem Spruch bekommen. Mein Spruch war: Versuchungen sollte man nachgeben, wer weiß, ob sie wiederkommen (Oscar Wilde).

Ich bin mir sicher, daß Gott geschmunzelt hat. Und dass ihm egal ist ob ich Schokolade esse oder nicht. Ihm ist wichtig, daß ich ihn liebe. Und zwar mehr als alles andere. Auch mehr als Schokolade.

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