Allgemein | Müllvermeidung

Kassenzettel Nr. 2

9. Januar 2020

Hier habe ich im November über Kassenzettel geschrieben. Meine Aussage damals war, dass ihr den Bon möglichst im Laden lassen sollt, damit die Händler hoffentlich irgendwann den Bon nur noch auf Wunsch ausdrucken, u.a. weil BPA (Bisphenol A) gesundheitsschädlich ist.

Tja, seither hat sich vieles geändert: Seit 1.1.20 gilt die Kassensicherungsverordnung, und seit 1.1.20 ist die Verwendung von BPA in Thermopapier verboten.

Was heißt das nun?

Die Kassensicherungsverordnung gilt seit Oktober 2017. Damals wurde auch schon die Belegausgabepflicht ab 1.1.20 definiert. Dadurch soll verhindert werden, dass Verkäufe ohne Buchung in der Kasse getätigt werden. Durch diese Maßnahme sollen voraussichtlich 10 Mrd. Euro mehr Steuern eingenommen. Belege müssen nicht in Papierform, sondern können auch in digitaler Form erteilt werden. Sie müssen vom Käufer nicht mitgenommen werden. Der jetzt viel diskutierte Bäcker kann beim Finanzamt eine Befreiung der Belegausgabepflicht beantragen (Nach § 146a Absatz 2 AO „können die Finanzbehörden bei Verkauf von Waren an eine Vielzahl von nicht bekannten Personen gemäß § 148 AO aus Zumutbarkeitsgründen nach pflichtgemäßem Ermessen von einer Belegausgabepflicht befreien. Ich glaube also, dass es durchaus berechtigt ist, dass der Einzelhandel verstärkt nachweisen muß, was er wie verkauft, gleichzeitig heißt das aber auch, dass es diverse Möglichkeiten gibt eben nicht jeden Beleg ausdrucken zu müssen.

Über die gesundheitsschädlichen Auswirkungen von BPA habe ich in meinem Artikel vom November ja geschrieben. Im Jahr 2016 wurde darum beschlossen, dass BPA ab 2020 in Thermopapier verboten ist. Wenn ihr somit einen Kassenzettel mitnehmt sind diese immerhin nicht mehr gesundheitsschädlich. Restmüll ist der Zettel aber weiterhin!

Wie Wirtschaftsminister Altmaier zur Belegausgabepflicht steht könnt ihr in  einem Artikel aus der Zeit nachlesen. Ihr findet ihn hier .

Quellen: hier, und hier und hier

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Müllvermeidung

weniger Müll an Weihnachten

26. Dezember 2019

Und, was habt ihr verschenkt? An Weihnachten nachhaltig zu handeln ist irgendwie schwierig, oder? Der Konsumwahnsinn reißt einen fast mit. Dieses Jahr habe ich versucht auf 3 Arten nachhaltiger zu handeln:

  1. Kein Geschenkpapier kaufen. Dieses Jahr habe ich alle Geschenke konsequent entweder in Papier einzupacken das ich noch hatte (neigt sich jetzt dem Ende entgegen) oder in Zeitungspapier. Sieht zugegebener Maßen zwar nicht so schön aus, reicht aber ja echt vollkommen! Im Buchladen meines Vertrauens hab ich aber auch gesehen, dass sie Bücher in Tücher einpacken, nach der japanischen Furoshiki Methode. Hat das von Euch schon mal jemand probiert?
  2. Jedes Jahr bastle ich Weihnachtskarten und schreibe sie von Hand. Die letzten Jahre habe ich immer fertige Blanko Karten gekauft, Dekozeug gekauft, und die Karten damit verziert. Dieses Jahr habe ich jetzt alte Kartons genommen, diese zerschnitten, die Vorderseite versucht so zu bekleben, dass man nicht mehr sieht, was für ein Karton es mal war, und habe die Rückseite beschrieben. Zum  Bekleben habe ich Zeitungspapier genommen, oder alte Noten (im Nachhinein kam mir die Idee, dass auch Bücherseiten oder passende Zeitschriftenseiten möglich gewesen wären, naja, das mach ich dann halt nächstes Jahr), oder Tonpapier das ich noch hier hatte. Alles in allem war es ein relativ großer Aufwand, aber ich finde es hat sich gelohnt. Anbei ein paar Bilder der Entstehung und ein paar der fertigen Karten (in Summe habe ich 45 Stück gemacht).
  3. Der Großteil meiner Geschenke war regional und/oder nachhaltig (bis auf 2 Personen die Bücher geschenkt bekommen haben). Ich habe nämlich entweder Kalender verschenkt (die eine Bekannte von mir macht) bzw. selbstgemachte Seifen. Von mir selbst gemacht! 🙂 Eine  liebe Freundin von mir ist Seifenköchin, und so habe ich mich mit ihr im November dran gewagt. Ich hätte nie gedacht, was das für ein Riesenaufwand, aber auch ein Riesenspaß ist (Und ich wusste nicht, dass man Schutzkleidung tragen muß, siehe Bild anbei). Herausgekommen sind fast 3kg Seife (2kg Rosenduft, 1kg Sandelholz), von denen ich etwa die Hälfte als Geschenk benutzt habe. Den Rest lagere ich ein, zum Eigengebrauch, aber auch zum in Zukunft verschenken. Wenn also jemand von Euch Interesse hat, ich geb gerne ab! Mein Mann hat weder Kalender noch Seife bekommen, sondern eine total coole Schale aus einer alten Schallplatte! Ein Kollege von mir macht dies, und ich finde das für einen Musikerhaushalt total passend!

 

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Müllvermeidung

Kassenzettel

8. November 2019

Wie entsorgt ihr eigentlich Kassenzettel? Darum geht es heute.

Kassenzettel sind nämlich nicht aus normalem Papier, sondern aus Thermopapier. In der Kasse werden sie nicht beschrieben, sondern der Text wird mit einer Wärmequelle (Thermodruckverfahren) aufgebracht. Dabei wird der Farbstoff des Papiers chemisch entwickelt, also wie bei einem Foto. Als Entwicklungssubstanz dient normalerweise eine Beschichtung mit Bisphenol A (BPA). BPA ist gesundheitlich nicht so ungefährlich, da es „hormonell wirksam“ ist. Dies kann zu folgendem führen: Krankheiten wie Diabetes mellitus, Fettleibigkeit, Probleme mit der Schilddrüse, Entwicklungsstörungen bei Kindern, Unfruchtbarkeit. Darum sollte man nachdem man einen Kassenzettel angefasst hat auch die Hände waschen.

So, und in welchen Müll sollte der Kassenzettel nun? Aufgrund des enthaltenen BPA sollte der Kassenzettel in den Restmüll! Denn nur so wird er total entsorgt (im Normalfall verbrannt). Denn wenn der Kassenzettel ins Altpapier wandert ist er so im Recycling Kreislauf und wird so zu seinem Umweltproblem.  Denn das Altpapier könnte z.B. zu Toilettenpapier verarbeitet werden, kommt so in die Kläranlagen und das BPA ins Grundwasser.

Also: Möglichst Kassenzettel im Laden lassen (dann hören die Läden hoffentlich auch irgendwann auf sie immer auszudrucken), und wenn du ihn doch mitnimmst zu Hause in den Restmüll!

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Müllvermeidung | Tutorials

Badputzmittel

21. Oktober 2019

So, nach Handseife und Waschmittel habe ich jetzt auch noch Badputzmittel selber gemacht.

Die Zutaten waren: Natron, Wasser, Zitronensaft und Kernseife.

Auch dies war super einfach, und absolut Plastikmüll frei. Sobald mein gekauftes Badputzmittel leer ist fülle ich aus der Glasflasche in die Sprühflasche um, und hoffe dass diese noch lange hält.

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Müllvermeidung

unverpackt

9. Oktober 2019

Ich war in den letzten Wochen 2 mal im Unverpackt Laden in Zimmern ob Rottweil. Hier findet ihr den Link zur Homepage des Ladens. 

Er ist zwar klein, aber das Sortiment ist ausreichend, die Atmosphäre ist angenehm, und die Preise sind angemessen. Man muß selbstverständlich Behälter mitbringen, es hat aber auch leere Gläser dort.

Ausser Lebensmitteln (Süssigkeiten, Nudeln, Kaffe, Nüsse, Gewürze, Reis…)  gibt es auch Putzmittel, Schwämme und auch Produkte von Buntgut aus Tuttlingen, ein Upcycling Projekt der Caritas.

Als Veganerin esse ich ja viele Nüsse und Kerne, da sie viele Nährstoffe erhalten, und ich freue mich, dass ich nun eine Möglichkeit gefunden habe diese müllfrei kaufen zu können.

Beim ersten Mal hab ich folgendes gekauft (Preise in Klammer per 100g bzw. 100ml):

323g Bio Cashewkerne (2,25€)

105g Bio Gummibären (1,50€)

215g Bio Spätzle (0,55€)

145g Bio Kürbiskerne (1,35€)

120g Bio Sonnenblumenkerne (0,35€)

118g Bio Kaffe Peru (1,76€)

1x Luffaschwamm 0,70€

1x Set waschbare Slipeinlagen (3 Stück) 15€

Beim zweiten Mal:

405g Bio Cashewkerne (2,25€)

831g Bio Couscous (0,35€)

132g Bio Sesamsaat (0,75€)

178g Bio Sonnenblumenkerne (0,35€)

129g Bio Walnüsse (1,70€)

380ml Flüssigwaschmittel sensitive (0,42€)

341ml Handseife (0.75€)

393ml Spülmittel sensitive (0.35€)

Ich möchte in Zukunft einmal im Monat hin fahren, und möglichst nicht alleine, sondern andere mitnehmen. Also, meldet Euch, wenn ihr mit wollt!

Anbei noch einige Bilder.

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Müllvermeidung | Tutorials

Waschmittel selber machen

25. September 2019

Ich habe Waschmittel selber gemacht!

Unabhängig voneinander haben mir 2 Freundinnen Zutaten geschenkt, und endlich habe mich jetzt jetzt dran getraut. Und es hat super geklappt.

Zutaten: 25g Kernseife, 30g Waschsoda, 1 Teelöffel Guakernmehl, 1500ml Wasser, 30 Tropfen ätherische Öle

Die Kernseife in Stücken in den Thermomix geben (alternativ von Hand klein raspeln), Waschsoda und Guakernmehl dazugeben. Mit dem Wasser aufkochen.  Bei Raumtemperatur abkühlen lassen. Nach dem erkalten nochmals kräftig durchrühren, ätherische Öle hinzufügen, in eine leere Waschmittelflasche umfüllen.

Das Waschmittel ist sehr dickflüssig und ergiebig. Die Menge eines Esslöffels genügt meiner Meinung nach. Es sollte allerdings nicht für Wolle verwendet werden.

 

 

 

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*Ich muß diesen Artikel als Werbung kennzeichnen, da Markennamen erkennbar sind.

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Müllvermeidung

Filmtip „weggeworfen“

21. September 2019

Heute habe ich mal wieder einen Filmtip für Euch. Oskar Gewinner Jeremy Irons hat einen Film über das globale Müllproblem gemacht und verschiedene Orte besucht, die unter dem Müllproblem leiden. Es sind schreckliche Bilder die weh tun, und die deutlich machen: Müll ist unser aller Problem!

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Müllvermeidung

erstaunlich

20. August 2019

Es ist schon erstaunlich, dass unsere Gesellschaft an einen Punkt gekommen ist, an dem der Aufwand, Öl aus dem Boden zu extrahieren, es zu einer Raffinerie zu verschiffen, in Plastik umzuwandeln, es zurecht zu formen, in ein Geschäft zu verfrachten, zu kaufen und nach Hause zu bringen als geringerer Aufwand gesehen wird, als den Löffel einfach abzuwaschen wenn du mit ihm fertig bist.

Quelle: utopia.de

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Allgemein | Müllvermeidung

noch nicht…!

18. Juni 2019

Die letzten Wochen hatte ich geschrieben welche einfachen Maßnahmen ich schon umgesetzt habe um fairantwortlicher zu leben. 

Darüberhinaus gibt es aber viele weitere Möglichkeiten:

  • Waschmittel: Ich verwende momentan eine Mischung aus Bio-Waschmittel und konventionellem Waschmittel. Als ich ein paar Monate lang mal nur Bio-Waschmittel verwendet habe, hatte ich den Eindruck, dass die weiße Wäsche grauer wird. Darum verwende ich bei weißer Wäsche nun wieder konventionelles Waschmittel. Ich möchte das Thema aber unbedingt nochmal angehen. Kürzlich habe ich schon mal zu „Efeu statt Waschmittel“ recherchiert… Ich werde euch berichten wie es weiter geht.
  • Putzmittel: Wir verwenden Putzmittel von Frosch. Günstiger und nachhaltiger wäre es aber Putzmittel selbst herzustellen (aus Natron usw.). Die „Zutaten“ habe ich auch schon zu Hause, zur Umsetzung war ich aber bisher immer noch zu faul…
  • Putz- und Spüllappen: Auch ein Thema bei dem ich bisher noch nicht die Kurve bekommen habe. Im Internet seh ich immer wieder nachhaltige Vorschläge (bis hin zu: aus Baumwolle selber stricken), aber irgendwie… Mal sehen…
  • Seife selber machen: Ich mache aus gekaufter Seife Flüssigseife. Das hat aber ja nichts mit wirklichem Seife selber machen zu tun. Nun habe ich eine tolle Frau kennengelernt, die ihre Seife selber macht, und wir haben ausgemacht, dass ich mal dabei sein darf. Ich freu mich total und bin sehr gespannt…

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