Annette bloggt

Mein Weg zu mehr Fairantwortung
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das Nitrat Problem

24. Januar 2020

Vor einigen Wochen hatte ich eine interessante Unterhaltung mit einer Bekannten zum Thema Nitrat. Sie sagte, dass dies bei uns ja kein Problem wäre. Also bei uns im Landkreis Tuttlingen. Anhand der unten stehenden Karte des Umweltbundesamtes kann ich sagen: Ja, sie hat Recht. So lange es bei uns aber Fleisch zu kaufen gibt, das von Massentierhaltungen z.B. in Niedersachsen kommt, ist die Nitrat Belastung des Grundwassers in Deutschland in meinen Augen trotzdem hier ein Problem. Wo in großem Maße Tierhaltung betrieben wird ist Nitrat einfach ein Problem. 18 Prozent des Grundwassers in Deutschland hält den geltenden Schwellenwert von 50 Milligramm Nitrat je Liter nicht ein. Wir als Verbraucher müssen uns (bisher) zum Glück keine Sorgen machen. Unser Trinkwasser stammt zwar Großteils aus Grundwasser, die örtlichen Wasserversorgung mischen aber unbelastet Wasser bei, um die Grenzwerte einzuhalten. Gemessen wird seit 2016 an ca 700 Stellen in Deutschland.

Erhöhte Nitratwerte im deutschen Grundwasser hatten bereits 2016 zu einer Verurteilung vor dem Europäischen Gerichtshof geführt. Auf Druck der EU-Kommission hat die Bundesregierung die gerade reformierte Düngeverordnung verschärft, um hohen Strafzahlungen zu entgehen. Der deutsche Bauernpräsident Joachim Rukwied fordert aktuell die Überprüfung des Nitratnetzes, da es hier Ungereimtheiten gäbe. Er, und andere Bauern wollen notfalls klagen.

Mich überrascht immer wieder, dass es auch heute, im Jahr 2020 noch keinen Plan B zur (Massen)-Tierhaltung gibt. Wir ernähren weltweit 60 Milliarden Nutztiere (und nur 7,75 Milliarden Menschen). Nur für Klimaleugner ist dies doch noch logisch nachvollziehbar, oder? Uns muß doch klar sein, dass wir nicht einfach so weiter machen können. Kinder die heute auf die Welt kommen erleben problemlos das Jahr 2100. Meiner Meinung nach muß sich unsere Ernährung heute ändern, um im Jahr 2100 immer noch Menschen ernähren zu können. Wieso denken wir immer noch, dass es ok ist Nahrungsmittel zu produzieren (die faktisch niemand benötigt) und damit unsere Umwelt belasten? Ich habe auf diese Fragen keine Antwort.

Quelle

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