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das generische Maskulinum

27. Februar 2019

In Deutschland herrscht nach wie vor das generische Maskulinum. Das bedeutet, dass um eine Allgemeinheit, oder eine gemischtgeschlechtlichte Gruppe, deren Geschlecht unbekannt oder egal ist,  gemeint ist, auf deutsch die männliche Bezeichung verwendet wird. Also z.B. „Lehrer haben oft Ferien“.

Dies führt zu einer einfacheren Lesbarkeit. Frauen sind in dieser Formulierung grundsätzlich „mitgemeint“. Denn wenn ich alle Geschlechter nennen möchte müsste ich schreiben „Lehrer (w,m,d) haben oft Ferien“, oder „Lehrer und Lehrerinnen haben oft Ferien“.

Grundsätzlich kann ich mit dem generischen Maskulinum leben. Pragmatisch wie ich bin finde ich, dass man Dinge nicht komplizierter machen muss, wie sie sind. Allerdings finde ich es manchmal auch einfach die weibliche Form zu schreiben/sagen, z.B. Frau Bundeskanzlerin Merkel, und in so einem Fall finde ich es höflicher die weibliche Form anzuwenden. Oder auf Formularen finde ich wäre es kein großer Aufwand z.B. zu schreiben „Der Kunde/die Kundin“.

Dass es aber noch ein weiter Weg dahin ist (oder wo möglich zu Geschlechter neutraler Sprache) wurde mir die letzten Tage bewusst. Denn obwohl manche Formulierungen im generischen Maskulinum keinen Sinn ergeben werden sie „auf Teufel komm raus“ benutzt.

So wie auf diesem Schreiben welches wir erhalten haben: „Der Bauherr und sein Ehegatte sind keine Helfer“.

Der Bauherr und sein Ehegatte…. Da fällt mir echt nichts mehr dazu ein!

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